Chiropraktik beim Pferd

Wann ist eine chiropraktische Behandlung bei meinem Pferd angebracht?

Bewegung mit Ihrem Pferd macht Spaß; egal in welcher Disziplin und auf welchem Niveau. Sie und Ihr Pferd sollten möglichst gesund, fit und beweglich sein. Eine gut bewegliche Wirbelsäule und ein funktionstüchtiger Bewegungsapparat sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihres Tieres.
Ich empfehle daher auch bei Symptomfreiheit eine Untersuchung einmal jährlich. Dies gibt Ihnen die Sicherheit, daß Ihr Pferd rein körperlich in der Lage ist, die von ihm geforderten Leistungen, welcher Art auch immer, zu erbringen.
Mit meiner Fortbildung als Tierärztin auf dem Gebiet der Chiropraktik und der Craniosakral Therapie bin ich geschult, Probleme in diesem Bereich frühzeitig zu erkennen – bevor sich deutliche Symptome bemerkbar machen.

Je eher diese Probleme erkannt und beseitigt werden, desto geringer ist die Gefahr, dass sie sich auch negativ auf andere Körperregionen auswirken können. Bei älteren Tieren können sich “Verschleißerscheinungen” aller Art bemerkbar machen. Hier treten oft auch Probleme im Bewegungsapparat wie z.B. Arthrosen auf. Viele dieser Erkrankungen sind selbst nicht mehr heilbar, durch eine regelmäßige Behandlung können aber Erkrankungsfolgen gemindert werden. Die Beweglichkeit ihres Tieres im Alter kann so verbessert werden und damit das Wohlbefinden und die Lebensqualität ihres Tieres verbessert und möglichst lange erhalten werden.

Symptome, die auf ein chiropraktisches Problem bei ihrem Pferd hinweisen und eine chiropraktische Untersuchung und Behandlung erforderlich machen können sind zum Beispiel:

  • Bewegungsunlust und mangelnde Mitarbeit des Pferdes
  • Verminderte Leistungsfähigkeit und schnelles Schwitzen
  • Widersetzlichkeit beim Putzen oder Satteln (z.B. Schnappen, Ohrenanlegen)
  • Widersetzlichkeit unter dem Reiter
  • Kopfschlagen und Wegdrücken des Rückens
  • Schweifschlagen und Ohrenanlegen beim Reiten
  • Das Pferd tritt mit der Hinterhand nicht unter
  • Schwierigkeiten in der Versammlung und in Übergängen
  • Schwierigkeiten in Seitengängen
  • Der Rücken ist fest und steif und schwingt nicht
  • Das Pferd tritt nicht durch das Genick an den Zügel heran
  • Probleme am Sprung, wie Verweigern und Landen im Kreuzgalopp
  • Berührungsempfindlichkeit bestimmter Körperstellen
  • Schiefe Schweifhaltung
  • Veränderung in der Bemuskelung und Asymmetrie der Körperseiten
  • Das Pferd setzt den Reiter schief hin
  • Schwierigkeiten auf nur einer Hand
  • Das Pferd nimmt nur einen Zügel an
  • Das Pferd biegt sich nur auf einer Seite
  • Galopp nur auf einer Hand möglich, häufiger Kreuzgalopp
  • Taktfehler (z.B. Passschritt, passiger Tölt bei Gangpferden)
  • Gangunreinheiten (z.B. Schnüren, Greifen, Bügeln)
  • Unklare, undeutliche oder wechselnde Lahmheiten
  • Steifheit und Schwierigkeiten beim Biegen und Stellen des Pferdes
  • Verkürzte Tritte
  • Hahnentritt
  • Shivering

All dies können Hinweise auf Blockaden in bestimmten Gelenken sein, bei denen eine chiropraktische Behandlung (eventuell auch in Kombination mit einer Akupunkturbehandlung) Ihrem Pferd helfen kann. Diese Symptome können natürlich auch Anzeichen für Krankheiten sein, die nicht in den naturheilkundlich beeinflußbaren Bereich fallen.

Sollten sich im Verlauf der chiropraktischen Untersuchung Hinweise auf eine solche Erkrankung ergeben, wird ihr Pferd zur weiteren Abklärung an Ihren Haustierarzt / Ihre Haustierärztin überwiesen. Deshalb ist es wichtig, die Behandlung von einem spezialisierten Tierarzt oder Tierärztin durchführen zu lassen, denn diese sind auch geschult in der Erkennung von Erkrankungen, die kein naturheilkundliches Problem darstellen und einer schulmedizinischen Behandlung bedürfen.